6 Monate Arbeit für einen Kuss? – Zu empfehlen für die Bucket-List.

Hier findest Du den Liebesbrief an meine Frau

Aber von Anfang an…

Am 27.8.2019, also gestern, feierte meine Frau und ich Silberhochzeit: 25 Jahre.

Länger schon reifte mir der Gedanke, dass ich auf diesen Tag etwas Besonderes machen möchte und da ich sehr viel meiner Freizeit mit Blender verbringe und dort bereits ein ganzes Raumschiff „besitze“, habe ich beschlossen, einen kleinen Liebesbrief als Videobotschaft zu basteln.

Wie bei sehr viel Projekten, lief auch hier der Umfang ein bisschen aus dem Ruder.
Jedenfalls kam die Idee, dieses Projekt im Kino vor dem Hauptfilm abzuspielen.

Der Song…

Kein Video ohne Ton. – Und es gibt viele Lieder, die ich gerne gehabt hätte, aber dafür keine Rechte bekam, bzw. die Vorstellungen der Lizenzgebühren jeglichen Rahmen sprengten. Einzig Blankomusic hätte mir den Song „Heast es net“ von Hubert von Goisern zur Verfügung gestellt, allerdings ohne Möglichkeit, das Video auf Youtube zu stellen.

So entschied ich mich, durch Creative Commons Songs durch zu wühlen.
Fündig wurde ich bei Emily Richards, alias „Madam Snowflake“
Danke Emily für den Song „All comes to Life“

Die Akteure…

Klar, dass ich den Liebesbrief schreiben sollte,
unser Sohn Tobias wurde Transporter … hoppla … Einhornpilot.
Die Fotos für die Texturen haben wir gemeinsam geschaffen.
Unsere Tochter Sarah hingegen hatte den einzigen Part als „echte“ Schauspielerin.
Beide waren durchgehend mit bohrenden Fragen meinerseits beschäftigt, und hatten viel Rat und Tat parat.

Zeit…

Auch wenn es nur 25fps sind und ein bisschen mehr als 4min: Es sind über 6000 Frames, und für die Vorführung im Kino benötige ich 2k Auflösung. Die längste Rechenzeit betrug auf meinem Rechner 4h pro Frame.

Relativ schnell wurde mir klar, dass dies mit meinen Ressourcen (1 Server, 2 Workstations) keineswegs aus geht.
Dafür hat man aber auch Freunde, und so erhielt ich von FP Steuerberatung Rechenzeit auf ihren Servern zur Verfügung gestellt. Von Holz Marberger erhielt ich GPU Einheiten und von meinem treuen Mitarbeiter Marcel eine PC Einheit und Kamera.
Schlussendlich stellte mir Verlagshaus Hans Jöchler einen Drohnenflug zur Verfügung.
Damit wäre die nächste Hürde geschafft.

Das Kino…

Frech ging ich eines Tages einfach in das FMZ Kino Imst und frug nach Werbezeit.
Ich war von der Hilfsbereitschaft überrascht und so war nach ein paar Treffen für mich eine kleine Sensation möglich:

Als Sigrid und Ich unser erstes Date hatten, was sich beim Treffen eigentlich erst als Date entwickelte, gingen wir auch ins Kino, und genau dieser Film „Hook“ wurde 2019 extra für uns nochmals ins Kinoprogramm aufgenommen.

Und der Abend…

Ohne Stolpersteine wäre wohl das Projekt sehr langweilig geworden.
Nach vielen Stunden Arbeit und vielen bösen Überraschungen, so wie mehreren schief gelaufenen Tests im Kino, kam noch knapp vor dem Termin ein Krankenhaus Aufenthalt dazu.
Die endgültige Version konnte ich aber am Vortag liefern.

Dann der Abend: Alle haben dicht gehalten, wir gingen Essen und nach dem Essen Kino.

Es kam die Vorschau,
dann das Video
und dann der Kuss.

Es war jede Sekunde der Mühe wert.

PS: Hook habe ich übrigens danach nochmals mit ganz anderen Augen gesehen. Nach 25 Jahren und inzwischen erwachsenen Kindern sieht man den Film aus einer völlig anderen Perspektive…

 

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