Wie doch die Zeit vergeht…

Es war letztes Jahr. – Reschenseelauf genauer gesagt…

So ca. 2km vor dem Ziel beginne ich meine Umgebung zu scannen, die letzen Reserven einzuteilen und sich Irgendjemanden auszusuchen, an den man sich orientiert oder anhängen kann…

Da läuft ein paar Meter vor mir ein Mann in meiner Geschwindigkeit, ca. meine Größe und meine Statur. – Auch so eine Mischung aus Hobbyläufer und Bürohengst. – Also hänge ich mich dran.

Grad‘ mal einen Kilometer vor Schluss werde ich dann schneller, brenne meine letzten Reserven gezielt aus, gerade so, dass noch ein Zielsprint drinnen ist.
Als ich gesagten Mann langsam überhole, hängt er sich an meine Fersen.

Es kommt, wie es kommen muss: Keiner gibt nach, beide werden schneller und am Ende laufen wir Seite an Seite durch’s Ziel.
Beide ausser Atem schnaufen wir kurz durch, dann schauen wir uns an.

„Nicht schlecht, Opa!“
Verdutzt stelle ich fest: Der Andere ist grad‘ mal 20 Jahre alt und ich stehe vor ihm, die meisten letzten Haare in einem blassen Grau.
„Danke, das hab‘ ich jetzt gebraucht“, schmunzelte ich zurück.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s