Zauberlehrling 2.0

Haben wir den Welten Meister
endlich einmal weggeredet!
Die Gestaltung neuer Geister
ist nach unserm Will’n geebnet.
Seine Worte seine Werke
wir verdreh’n, es folgt Missbrauch.
Und mit unsrer Waffen Stärke
tun wir Wunder auch.

Walle! walle
Manche Strecke,
dass, zum Zwecke,
Geld nun fließe
und mit reichem, vollem Schwalle
zum Genusse sich ergieße.

Seht der Pilz erhebt sich über Landen!
Wahrlich der Zerstörung Kraft.
Und wir woll’n nun auch noch nützen
dass Strom des Geldes Flusse schafft.
Und schon loben uns’re Leute.
Wie das Volk uns gibt ihr Geld.
Wir erfinden jetzt und heute
eine völlig neue Welt!

Stehe! stehe!
Es drückt den Schalter
der Verwalter;
ausgeschalten.
Doch nun merkt man, wehe wehe,
dass Atome sich nicht dran halten!

Das Gas entweicht in hohe Lüfte.
Das Gift! Nun ist es angegemacht!
Zu verleugnen diese Gifte.
Dem Volk zu beichten, wär‘ gelacht!
„Das Werk ist sicher!“,
ist schnell bewiesen,
und dicke pseudoweise Bücher
dem Kritiker die Show vermiesen.

Schlafe, schlafe!
Denn die Heeren
wollen aufbegehren
wollen Schluss!
Sind nicht mehr die treuen Schafe.
Der „Freiheit“ Anfang ist der Schuss!

Und schon wieder
neue Länder
neue Bänder.
Drohen Blicke.
Am Ende bleiben wir die Sieger
mit Kriegeslist und der Lüge Tücke.

Immer weiter!
Kann nicht wenden,
will’s beenden,
seh die Gefahr!
Ich seh von fern die schwarzen Reiter.
Doch Mein – das Geld – dann einmal war…

Oh du Ausgeburt der Hölle!
Bebt die Erde mit Gewalten.
Steht das Leben an der Schwelle
von Millionen der Gestalten.
Und noch während Löcher strahlen,
während Gift die Wasser trübt,
denken wir an nächste Wahlen.
Sündenböcke! – Sehr beliebt.

Willst am Ende
aufbegeheren?
Das zerstören
was ich genommen?
Ich führ dich in die neue „Wende“.
Lüg dich an, bis du voll benommen.

Seht da kommt der Geist nun wieder!
Natur muss ich nun stark bekämpfen.
Des Volks Bedenken lüg ich nieder.
Alle Vorwürf‘ von mir lenken.
Seht wie Schafe sind sie selig,
haben Angst um ihr schönes Leben.
Kämpfen auch für mich ein wenig.
Des Alltags Angst verdrängt das Beben.

„Wehe, wehe!
Große Macht!
Ich bin bedacht!“ –
Ich dreh mich unruhig in dem Zimmer
der Traum! Gefühlt in voller Nähe,
tönt im Schlaf mein Gewimmer.

Gerät das Rad aus meinen Händen,
droht das Schwert herab zu fahren.
Kann das Schiff ich nicht mehr wenden.
Die volle Fülle der Gefahren.
Ach, wär‘ ich doch der Meister,
meine Sorge mächtig groß.
Die ich rief, die Geister,
werd ich nicht mehr los.

Haltet Durch!
Diese Krise
diese miese
von den Banken.
Von der Welt erklingt der Fluch!
Werden sterben viele Menschen?
2 Millarden sind auch genuch…

Ein Kommentar zu „Zauberlehrling 2.0

  1. Lieber Kurt,

    Super – da hast Du das ganze Dilemma in Worte gefaßt!

    Ich hoffe sehr, dass sich die Welt noch lange weiterdreht,
    wenngleich es mir im Magen grummelt!

    Die Angst ist da! … und sie wird bleiben!

    Conny

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