Eine runtastische Geschichte.

Er lag knapp nach Punkten vorne, heute Abend. Ich kämpfte gegen ihn an: den Schweinehund.

Es war Abend, und ich wollte eigentlich laufen gehen, aber der Schweinehund grinste mich nur an, mit seinem knappen Punktevorsprung.
Ich versuchte mich zu motivieren, aber jedesmal, wenn ich mich auf mein Vorhaben konzentrierte, Punktete der Schweinehund mit verlockenden Ausreden.
In einem Gewaltakt raffte ich mich auf und warf mich in die Laufschuhe.

So schnell gab der Schweinehund aber nicht auf: Nun begann er in seiner Schublade zu kramen: 500m gelaufen, und schon begann es zu tröpfeln.
Die Zweifel plagten mich und der Weg zurück lächelte mich an, aber so schnell wollte ich meinen hart errungenen Punktevorsprung nicht hergeben. Zögernd, aber doch, begann ich, mich die Bergstraße hochzuquälen.

Das ließ sich der Schweinehund nicht gefallen: Starke Schauer machten die steile Asphaltstraße rutschig und die Brille undurchsichtig.
Trotzdem hielt ich Kurs, und mit jedem Meter wurde mein Schritt schneller und der Wille stärker.

Jetzt wurde der Schweinehund gemein: Die Sonne kam zurück. Nicht nur, dass es  schwül wurde, wurde die Brille nun beschlagen und eine weiße Nebelwand verbarg das glitschige Gras am Straßenrand.
Mehr stolpernd, als laufend, nahm ich die letzte Kehre.

Die Atemfrequenz nahm zu, die Beine wurden bockig. Jeder Schritt wurde zum Kampf. Der Schweinehund stemmte sich nun mit aller Gewalt gegen mich, aber er hatte keine Chance:
Das Ziel zeichnete vor mir ab und jeder Schritt verkürzte den Weg zum Endpunkt der Strecke.

Auf den letzten Metern versuchte er noch, meine Beine zum stehen und mich in die Knie zu zwingen.

Aber was soll ich sagen?: 28:09 – Mit persönlichem Streckenrekord schickte ich den Schweinehund auf die Matte.
Klarer Sieg durch KO.

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