Ischgl, oder: Sündenbockpolitik als Eingang zum Untergang?

Es ist nicht das erste Mal, dass dem Paznaun eine Welle der Empörung entgegenschlägt…

Ich kann mich noch gut an das Lawinenunglück in Galtür erinnern. Keinen Tag, nachdem das Wetter aufklarte empörten sich die ersten Stimmen, dass man die Lawinensperren „absichtlich“ aufrecht erhält, um „Gewinne durch eingesperrte Touristen“ zu machen.

Das war natürlich völliger Blödsinn, doch die Politik war unter Druck, und so wurde eine „internationale Hilfsaktion“ mit Superjolly und Blackhawk (damals noch nicht in österreichischem Besitz) gestartet, und die armen Touristen (aus ihren Wellness-Hotels) auszufliegen.

Ein paar Tage später ging die Sperre auf, und die Ausgeflogenen kapierten, dass ihr Auto noch im Paznaun steht…
Klagswellen wegen Verdienstentgang und für Rückholkosten, Entschädigungen …

Eine Entscheidung über Zwangsmaßnahmen aufgrund von Aussnahmesituationen zu treffen, ist extrem schwierig.

Besonders, wenn die Lage unklar ist, wie heuer im Frühjahr:
SARSCov2 ist bereits in Italien angekommen und steht „an der Grenze“. Die Zahlen sind besorgniserregend und die Prognosen „horrible“.

Auf der anderen Seite stehen wirtschaftliche Interessen, die Gefahr, dass einer Branche der Boden unter den Füßen weg gezogen wird.

Es ist eine Lose Lose Situation für den Entscheider:
Sperrt er ab, so wird ihm vorgeworfen, überreagiert zu haben, da die verhinderte Katastrophe nicht nachweisbar ist.
Sperrt er nicht ab und es kommt zum Ausbruch, sieht er sich einer Klagswelle und tausenden Besserwissern gegenüber, die darauf hinweisen, dass man ihn gewarnt hat, und dass er daher aus Gier Menschenleben riskierte.

Halt, Halt, Halt! – Nein, wir missverstehen uns! Ich schreibe noch nicht von Ischgl!
Ich schreibe vom Fasching und vom Karneval! Dort wurde unter selben (wirtschaftlichen) Kriterien entschieden, wie für Ischgl, nur gings dort (zumindest oberflächlich gesehen) gerade noch gut aus.

Eine Katastrophe hat mindestens hundert Einzelkomponenten und oftmal nur einen Initialfaktor.

Für die Entscheider in Ischgl (jetzt bin ich erst angekommen) standen nun die Warnungen aller Seiten (Wirtschaftsentgang und entspr. Klagsdrohungen vs. Expertenwarnungen, die allerdings schon im Fasching vorlagen).

Langer Rede kurzer Sinn: Den letzten beißen die Hunde, und Ischgl war nun der Hotspot.

Ob tatsächlich alles aus Ischgl kommt, oder der Alpen-Ballermann nur der Schmelztigel verschiedenster Herde war (Von Karneval bis Barkeeper), wird wohl nicht mehr klärbar sein.
Ob die Entscheidung der lose-Lose Situation fahrlässig war, wird gerade ermittelt, während sich die Schadenersatz-Industrie und die Presse schon festgelegt haben.

Die Situation in Ischgl war nicht anders, als in anderen Tourismusgebieten.

…und ganz Europa (ausser Italien) nahm SARSCov2 noch realtiv locker.
Niemand ergriff Vorsichtsmaßnahmen.

Hierfür gibt es, meiner Meinung nach, einen driftigen Grund: Angst vor Schadenersatzklagen.

Wie bereits erwähnt: Wenn man Glück hat und nichts macht, dann bemerkt niemand was. Wenn man absperrt und dadurch eine Katastrophe verhindert, sieht man sich sofort Schadenersatzklagen gegenüber, welche gute Aussicht auf Erfolg haben (verhinderte Katastrophen kann man nicht beweisen).

Also hofft man darauf, dass man nicht der Letzte ist, auf den die Dobermänner der Anwälte warten.
Für einen geht’s schief, und die anderen können von allfälligen Indizien mit Fingerzeig ablenken.

Die Touristen wussten über die drohende Gefahr bescheid, interessierten sich aber nicht dafür.
Warum auch, man hat den Urlaub bezahlt und will was dafür. Und auch für sie kommt der Sündenbock jetzt gerade recht, denn man kann nicht nur Schuld von sich weisen, sondern als Opfer nun vlt. sogar noch Profit daraus schlagen.

Ob das die richtige Vorgangsweise für Katastrophen ist, wage ich zu bezweifeln.

Der Evaluierungskreislauf, oder banal ausgedrückt „Trial and Error“, ist essentielles Fundament für jenen Lernprozess, der uns für zukünftige Katastrophen fit macht.

Die Klagsindustrie unterbricht diese Schleife, weil nicht mehr Risiken und Sachkriterien entscheiden, sondern ausschließlich juristische Fragen.

Die Folge: Entscheidungen werden nicht mehr getroffen, stattdessen nutzlose Empfehlungen und juristische Erklärungen. Zeit verrinnt.

Nun haben wir aber dringendst wichtige und weitreichende Entscheidungen zu treffen.

SarsCOV2 ist von der Infektiösität her ein „gutes Beispiel“ für eine Pandemie, aber von möglichen Auswirkungen her ein „Lercherlschaß“.
Die Krise zeigt aber viele Achillesfersen unserer abgehobenen Gesellschaft auf.
Weiters zeigt das Virus die Schwächen und die lähmende Wirkung unseres Sündenbock-Denkens und -Handelns auf.

Das „versteckte Potential“ einer Katastrophe, die bei SARSCov2 eine Inkubationszeit von gut zwei Wochen darstellt (inklusive noch immer nicht sauber geklärter Infektionsperiode), beträgt beim Klimawandel wohl mehrere Jahrzehnte.
Juristischer, medialer Druck und der Ruf nach dem binären ultimativen Beweis der drohenden Katastrophe verunmöglicht Handlung.

Wir haben gezeigt, dass wir erst (juristisch) reagieren, wenn Feuer am Dach ist und die Katastrophe im Haus angekommen ist.
Bei SARSCov2 heißt, das, dass Entscheidungen, die wir heute treffen, in ca. 14 Tagen greifen.
In Sachen Klimawandel heißt das, dass Entscheidungen, die wir vor mehr als 20 Jahren getroffen haben, Heute Auwirkung zeigen und dass Entscheidungen von heute, in zwanzig Jahren greifen.
Wenn ich bedenke, dass Entscheidungen dann noch (aus juristischen und wirtschaftlichen Gründen) mit jahrzehntelanger „Übergangsfrist“ (inkl. Verlängerung und Verlängerung der Verlängerung) wirksam werden…
Wenn die Auswirkungen für Panik ausreichen und keiner „Gegenexpertise“ mehr geglaubt wird, wird man Maßnahmen setzen.

Die erste Folge wird „Wirschaftskrise“ sein, dann Krieg und den Rest erledigen Seuchen und Hunger.
Die Hauptenergie wird man in dieser Zeit für die Suche von Sündenböcken verprassen.

Und das selbe Problem in der Flüchtlingsfrage:
Die Hauptarbeit ist die Suche von Sündenböcken und „Sofortmaßnahmen“.
Eine „Pflasterlpolitik“, die an Ursachenbekämpfung vorbei geht, weil die Hauptursache (die Ressourcenkriege) in der „ich darf nicht Schuld sein“ Gesellschaft leicht verdrängt werden kann.
Man baut Dämme und wenn diese voll sind, wirft man Sandsäcke drauf.
Ignorierend, dass sich das Wasser hinter dem Damm weiter aufstaut…

Aber zurück zu Ischgl und die Konsequenzen.

Ich gehe mal davon aus, dass der mediale Druck und die social-Web-Empörungs-Community ausreichen werden, um Landes- und Bundesregierung für Ischgl exklusiv veratnwortlich zu machen und die Eigenverantwortung der Einzelpersonen unter den Tisch fallen zu lassen.
Es besteht kein Interesse, die Ballermann-Industrie und die fehlende Eigenverantwortung zu hinterfragen.

Apropos Ballermann: Auch wenn die Behörden wohl nur unter Druck reagierten, hat man aus Ischgl offenbar zumindest dort gelernt, und früh genug die Notbremse gezogen.
Ob’s zum (wirtschaftlichen) Nachteil war, wird man feststellen. Andere Meinungen gibt es jedenfalls.

Die konservative Tiroler Massen-Tourismus-Industrie scheint eher nichts daraus zu lernen. Das erledigt aber evtl. die Evolution, wenn „Premium-Tourismus“ der Action-und-Saufwut den Rang als Modetrend abrennt. – Geht aber jetzt eher zu weit vom Thema weg…

Die Konsequenzen aus der Sündenbockpolitik (und ich möchte festhalten, dass ich das unabhängig von „tatsächlicher juristischer Schuld“ sehe) shehen wir heute schon in den „neuen Covid Maßnahmen“, die nichts mehr anderes sind, als unverbindliche, mehrdeutige Empfehlungsmaßnahmen, welche die Verantwortungsdiffussion schon überstrapazieren.

Ich würde plädieren, dass – gerade bei erstmaligen – Ausnahmesituationen die Fehlertoleranz extrem hoch gedreht wird und dass die Schuldfrage hier wohl zweitrangig sein sollte.
Man kann natürlich anderer Meinung sein, aber ich denke…

dass diese Kultur in einer gröberen Ausnahmesituation zum kompletten Zusammenbruch unserer Gesellschaft führt…

Kinder erziehen Erwachsene: Verkehrte Welt.

Ich steh an der Supermarktkasse.

Vor mir eine Dame und vor ihr eine Mama mit zwei Kindern im Teenageralter, die ihr zuarbeiten, während sie schon kassieren lässt.
Die Tochter kommt von hinten, die Kassierin ist aber schon fertig. Die Tochter stellt sich hinter uns an, die Mutter deutet, sie sollte nach vorne kommen.
Genervte Antwort: „Wenn ihr nicht warten könnt, ich muss mich anstellen!“

Einstweilen hat die Kassierin die nächste Kundin begonnen.

Ich drehe mich um und erklär‘ dem Mädchen, dass sie vor gehen kann.
Worauf die Mutter nach hinten in den Verkaufsraum läuft…

Das Mädchen ist gerade beim Bezahlen, als die Mutter von hinten einfach ungefragt vor geht und eine Ware der Kassierin vorhält: Die Kassierin meint, sie hat schon abgerechnet. – Die Mutter legt die Ware vor uns auf’s Band…

Leider war ich zu perplex obgleich ihrer Unverfrorenheit ihr mitzuteilen, sie könnte sich eine Scheibe von ihrer Tochter abschneiden.

Es ist aber kein Einzelfall

An der Ampel kleine Kinder, die Eltern bei Rot zurück zerren, Eltern die das schreiende Kind mit Gewalt trotzdem über die Kreuzung zerren…
Kinder die grüßen, während die Eltern ignorant vorbeilaufen.
Kinder helfen einer alten Person Fallengelassenes hoch zu heben, während die Erwachsenen zusehen…

Und dann noch die Sache mit dem „Du“

Wo Erwachsene zu Kindern selbstverständlich „Du“ sagen, und Kinder gefälligst „Sie“ zu sagen haben, denn das „Sie“ ist die Höflichkeitsform. (Rückschließend daraus sind Erwachsene zu Kindern unhöflich).
Ehrlich gesagt: Wäre „Sie“ wirklich die Höflichkeitsform, würde ich heute zu Kindern „Sie“ sagen, und zu vielen Erwachsenen „Du“. ( Ich gehöre aber zu jenen Personen, die alle Menschen im Wert gleich ansehen und habe mich auf’s „Du“ geeinigt. 😉 )

Es wäre noch erträglich, wenn es sich um eine kleine Gruppe von Erwachsenen im Alltagsleben handeln würde,

aber dieser Effekt zieht sich weit in die globale Politik hinein, wo ein Mädchen mit Zöpfen einen Präsidenten im besten Trotzalter darauf hin weist, was er alles zerstört…

Wir leben in einem Zeitalter, wo Führungspersönlichkeiten sich durchwegs aufführen, wie trotzige 5 Jährige,

und Kinder die Arbeit von Führungspersonen übernehmen.

Und ja: Meine Generation ist in ihrer Arroganz, Dämlichkeit und egoistischen Sturheit einfach nur zum Fremdschämen…

Wenn das Virus eine Fliegerbombe wäre…

Eine Baustelle, wie sie jeden Tag in Österreich betrieben wird…

…ein Baggerfahrer sieht allerdings plötzlich einen Metallkörper in seiner Schaufel, der verdächtig nach einer Bombe ausschaut und ruft sofort die Polizei.

Der Experte der Polizei stellt fest: Es ist eine Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg und gibt Alarm. Das Gebiet wird abgeriegelt, die Häuser in der Umgebung werden evakuiert, doch…

…wir schreiben das Zeitalter der SARS-COV2 Logik…

und da ist das Ganze nicht so einfach:
Nachdem ein paar Bewohner sich evakuieren ließen, gibt es aber mit den ersten Probleme:

Ein Mann verweigert das Verlassen seiner Couch, da gerade Fußball läuft. – Er sieht in den Maßnahmen den Versuch, dass die Polizei ohne seine Anwesenheit seine Wohnung durchsuchen kann und sieht die Maßnahme als diktatorische Polizeigewalt.

Eine andere Person aus dem Erdgeschoss will die Fliegerbombe sehen und berühren, sonst glaubt er nicht. Er kennt auch keinen, der die Bombe gesehen, geschweige berührt hat. Den Baggerfahrer, der ihn überzeugen möchte, bezeichet er als „von der Baufirma geschmiert“ und behauptet, dass diese vor hat, ihren Wohnblock abzureißen.

Es regt sich Widerstand und Angst im Wohnblock und so kommt es dazu, dass die ersten Leute im Gang laut protestieren, und ein Aufruhr entsteht. Die Leute erklären, dass ihre bürgerlichen Grundrechte beschnitten werden.

Ein zwingender Beweis für die Verschwörung sieht man darin, dass die Bombe ja dann über Jahrzehnte da war, ohne zu explodieren, also warum sollte sie jetzt gerade hoch gehen.

Man „zweifelt“…

Nachdem wir alle die aktuellen Meldungen über die Argumenation der Demonstranten kennen, brauche ich die Szenerie wohl nicht wirklich weiter ausschmücken.

Die Bewohner, welche den Polizisten glauben schenken, sind natürlich Systemschafe und dumme Gutgläubige, welche die Wahrheit nicht sehen wollen.

Die, die die Wahrheit kennen, widersprechen sich zwar in all ihren Phantasien, aber der gemeinsame Nenner ist: Wir bleiben da, was natürlich so nicht funktioniert und die Räumung wird mit Gewalt durchgeführt…

Jetzt gibt es in meiner COVID Metapher zwei Schlussszenarien…

Szenario 1: Die Bombe wird entschärft.

Die Räumungsgegner fühlen sich nun bestätigt, dass nichts passiert ist und alles nur Show. Der Fußball-Couchpotatoe stellt natürlich sofort fest, dass er bestohlen wurde, die anderen feiern den Erfolg gegen die Baufirma, weil sie das Haus gerettet haben. – Dafür werden sie von vielen „Zweiflern“ gefeiert.

Alle Erleuchteten schauen mit Verachtung auf die „Systemschafe“, die widerum nur den Kopf schütteln können…
…to be continued.

Szenario 2: Es geht schief, die Bombe geht hoch, das Gebäude wird schwerst beschädigt, stürzt teilweise ein und muss abgerissen werden.

Die Räumungsgegner sehen sich nun bestätigt in der Behauptung, dass die Baufirma das Ganze inszenierte, um ihr Haus einzureißen.
Den toten Räumungsspezialisten bezeichnen sie als „Fake News“ und Erfindung der Baufirmen Verschwörer, die mit der Polizei und der Rettung zusammen arbeiten.

Tja…

6 months work for a kiss? – Recommended for the bucket list.

Here you’ll find the loveletter to Sigrid

But from the beginning…

On 27.8.2019, yesterday, my wife and I celebrated „silver wedding“(AT) anniversary: 25 years.

It has been a long time since I thought that I wanted to do something special for this day.
I spend a lot of my time with Blender and already „own“ a whole spaceship in Mars orbit. I decided to create a small love letter as a video message.

As with a lot of projects, the volume of this intention was a bit out of control.
Anyway, the idea came to play this project in the cinema before the main movie.

The song…

No video without sound. – And there are many songs I would have liked to have, but didn’t get any rights for them, respectively the amount of the license fees went beyond any limits.
Only Blankomusic would have made the song „Heast es net“ by Hubert von Goisern available to me, but without the possibility of putting the video on Youtube.

So I decided to rummage through Creative Commons songs.

I found it at Emily Richards, aka „Madam Snowflake“.
Thank you Emily for the song „All comes to Life“.

The actors…

Naturally I should write that love letter,
our son Tobias became a transporter … ooops … Unicorn pilot.
We created the photos for the textures together.
Our daughter Sarah, on the other hand, had the one and only part as a „real“ actress.
Both of them were constantly occupied with my questions, and had a lot of advice and action at hand.

Time…

Even if it’s only 25fps and a bit more than 4min: It’s over 6000 frames, and for playing in the cinema I need 2k resolution. The longest computing time on one frame was 4h.

Relatively fast it became clear to me that with my resources (1 server, 2 workstations) the available time would not be enough.
But for such reasons you have friends. So FP Steuerberatung provided me with computing time on their servers. From Holz Marberger I got GPU units and from my loyal employee Marcel a PC unit and Camera.
Finally, Verlagshaus Hans Jöchler provided me with a drone fligt for the project.

Next hurdle cleared.

The cinema…

Cheeky I went into the FMZ cinema Imst and asked for „advertising time“.
I was surprised by the helpfulness and after a few meetings a small sensation was possible for me:

When Sigrid and I had our first date, which actually developed into that, we also went to the cinema, and exactly the movie „Hook“ was planned from the cinema for our 25th anniversary at this evening.

And the evening…

Without stumbling blocks the project would have been very boring.
After many hours of work and many nasty surprises, as well as several tests gone wrong in the cinema, a hospital stay was added just before the deadline.
But I was able to bring the final version the day before.

Then the evening: Everyone kept silent about the project..
We went to dinner and after dinner to the cinema.

The cinema previews,
then the video,
and then the kiss.

It was worth every second of the effort.

PS: By the way, I saw Hook with completely different eyes afterwards. After 25 years and grown up children you see the movie from a completely different point of view…

6 Monate Arbeit für einen Kuss? – Zu empfehlen für die Bucket-List.

Hier findest Du den Liebesbrief an meine Frau

Aber von Anfang an…

Am 27.8.2019, also gestern, feierte meine Frau und ich Silberhochzeit: 25 Jahre.

Länger schon reifte mir der Gedanke, dass ich auf diesen Tag etwas Besonderes machen möchte und da ich sehr viel meiner Freizeit mit Blender verbringe und dort bereits ein ganzes Raumschiff „besitze“, habe ich beschlossen, einen kleinen Liebesbrief als Videobotschaft zu basteln.

Wie bei sehr viel Projekten, lief auch hier der Umfang ein bisschen aus dem Ruder.
Jedenfalls kam die Idee, dieses Projekt im Kino vor dem Hauptfilm abzuspielen.

Der Song…

Kein Video ohne Ton. – Und es gibt viele Lieder, die ich gerne gehabt hätte, aber dafür keine Rechte bekam, bzw. die Vorstellungen der Lizenzgebühren jeglichen Rahmen sprengten. Einzig Blankomusic hätte mir den Song „Heast es net“ von Hubert von Goisern zur Verfügung gestellt, allerdings ohne Möglichkeit, das Video auf Youtube zu stellen.

So entschied ich mich, durch Creative Commons Songs durch zu wühlen.
Fündig wurde ich bei Emily Richards, alias „Madam Snowflake“
Danke Emily für den Song „All comes to Life“

Die Akteure…

Klar, dass ich den Liebesbrief schreiben sollte,
unser Sohn Tobias wurde Transporter … hoppla … Einhornpilot.
Die Fotos für die Texturen haben wir gemeinsam geschaffen.
Unsere Tochter Sarah hingegen hatte den einzigen Part als „echte“ Schauspielerin.
Beide waren durchgehend mit bohrenden Fragen meinerseits beschäftigt, und hatten viel Rat und Tat parat.

Zeit…

Auch wenn es nur 25fps sind und ein bisschen mehr als 4min: Es sind über 6000 Frames, und für die Vorführung im Kino benötige ich 2k Auflösung. Die längste Rechenzeit betrug auf meinem Rechner 4h pro Frame.

Relativ schnell wurde mir klar, dass dies mit meinen Ressourcen (1 Server, 2 Workstations) keineswegs aus geht.
Dafür hat man aber auch Freunde, und so erhielt ich von FP Steuerberatung Rechenzeit auf ihren Servern zur Verfügung gestellt. Von Holz Marberger erhielt ich GPU Einheiten und von meinem treuen Mitarbeiter Marcel eine PC Einheit und Kamera.
Schlussendlich stellte mir Verlagshaus Hans Jöchler einen Drohnenflug zur Verfügung.
Damit wäre die nächste Hürde geschafft.

Das Kino…

Frech ging ich eines Tages einfach in das FMZ Kino Imst und frug nach Werbezeit.
Ich war von der Hilfsbereitschaft überrascht und so war nach ein paar Treffen für mich eine kleine Sensation möglich:

Als Sigrid und Ich unser erstes Date hatten, was sich beim Treffen eigentlich erst als Date entwickelte, gingen wir auch ins Kino, und genau dieser Film „Hook“ wurde 2019 extra für uns nochmals ins Kinoprogramm aufgenommen.

Und der Abend…

Ohne Stolpersteine wäre wohl das Projekt sehr langweilig geworden.
Nach vielen Stunden Arbeit und vielen bösen Überraschungen, so wie mehreren schief gelaufenen Tests im Kino, kam noch knapp vor dem Termin ein Krankenhaus Aufenthalt dazu.
Die endgültige Version konnte ich aber am Vortag liefern.

Dann der Abend: Alle haben dicht gehalten, wir gingen Essen und nach dem Essen Kino.

Es kam die Vorschau,
dann das Video
und dann der Kuss.

Es war jede Sekunde der Mühe wert.

PS: Hook habe ich übrigens danach nochmals mit ganz anderen Augen gesehen. Nach 25 Jahren und inzwischen erwachsenen Kindern sieht man den Film aus einer völlig anderen Perspektive…

 

Wie der Schafseffekt Hofers Macho-Umweltschutz beeinflusst.

Unser 140km/h Ex-Verkehrsminister kümmerte sich ja auch um den Umweltschutz…

…indem er den Kauf von Elektro- und H-Autos anregen möchte, indem er innerhalb der IG-L Zonen diesen Fahrzeugen 130km/h erlaubt.
Ich, als E-Auto Fahrer habe dieses Gesetz von Anfang an mit äusserster Skepsis betrachtet.
Nicht nur, weil ich selbst (der E-Auto Fahrer) in Versuchung kommt, schneller zu fahren, und dadurch mehr Ökoenergie verbraucht, die dann irgendwo anders fehlt (und im schlimmsten Fall durch schmutzige Energie kompensiert wird), sondern auch aus Sicherheitsgründen.

  • Der E-Auto Fahrer fährt mit 130 km/h an einer Kolonne vorbei, welche sich mit 100km/h bewegt. – Es genügt ein unachtsamer Autofahrer um leicht einen Unfall zu provozieren.
  • Die größeren Bedenken hatte ich aber mit den hodengesteuerten Gasbrüdern: Kann deren Ego vertragen, dass ein E-Auto schneller an ihnen vorbei fährt?
  • Weiters kommt dann der Schafseffekt zum Tragen: Ein – sagen wir mal nett – „unversierter“ Autofahrer passt seine Geschwindigkeit, mangels Kenntniss über Verkehrsregeln, der Umgebung an.

All diese Effekte würden genau das Gegeneil von „Umweltschutz“ verursachen.

Nun ist das Gesetz seit ein paar Tagen in Kraft…

…und man kann die Auswirkungen schon mal abschätzen.
Das dachte ich mir heute, als ich eine IG-L Strecke fuhr.
Auf der Hinfahrt fiel mir schon auf, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit höher war. Aber auf dieser Strecke unterbricht eine fixe Geschwindigkeitsmessung und eine Baustelle den „Flow“.

Aber bei der Rückfahrt staunte ich nicht schlecht…

als ich mit meinem E-Auto mit 120 immer noch der Langsamste war.

Ich habe mich in den Flow eingereiht und mitgezählt: Kein einziges Auto (ausser die LKW) war mit 100 unterwegs.
Noch vor ein paar Wochen, war der Schnellste mit 110 auf der Strecke,

heute war der Langsamste mit ca. 125 unterwegs, und der Drängler mit mindestens 145…

ca. 20 Benziner und ich mit dem E-Auto unter den Langsameren, aber nicht mehr mit 100: Da wäre ich jetzt schon ein Verkehrsrisiko, wenn ich einen LKW überholen möchte…

Sorry für den Ausdruck…

…aber solche Umweltschmutz-Gesetze kann man nur als Trottelgesetz, oder Proletenförderung bezeichnen, besonders, wenn man bei der Einführung solcher Gesetze nicht mal Aktion scharf macht.

So wird mehr Dreck produziert, mehr Unfälle provoziert und man soll dieses Gesetz schleunig zurück zu nehmen.

Liebe Grüße, ein E-Auto Fahrer, der gerne wieder sichere und saubere 100 im IG-L fahren würde.

Brieferl an HC Strache.

Lieber HC Strache.

Wir kennen uns nicht. – Genauer gesagt: Du kennst mich nicht. – Nachdem Du aber  Person des öffentlichen Lebens bist, bekomme ich ja ein bisschen etwas von Dir mit.

Wir sind nicht verwandt und ich schätze, das stößt beidseitig auf Wohlwollen.
Ich hab‘ bereits einen massiven Schock hinter mir, als auf MyHeritage der Name „Norbert Gerwald Hofer“ in meiner DNA Liste auftauchte. Glücklicherweise nur kilometerweit entfernt und vermutlich nur angeheiratet.
(Wenn überhaupt, dann sind unsere gemeinsamen Vorfahren sicherlich aus dem altgermanischen Familienstamm der Münchhausen)

Trotzdem möchte ich einen Kurzbrief an dich richten:

Ich verfolge gerade – erste Reihe fußfrei – wie #IbizaGate deine Welt ein leicht durcheinander brachte und bekomme – zwangsläufig – auch so manch private Zwischentöne mit.

Als Familienvater stehe ich selbst manchmal vor einem Dilemma, wo sich Beruf und Familie, oder Ideologie und Familie gegeneinander ausschließen.
Ich habe mich dann immer für die Familie entschieden und mein Ego auch ab und an zurück stecken müssen. Das hat mir gut getan und hat mich beruflich, wie ideologisch vor den größten Fettnäpfchen beschützt.

Frauen haben ein gutes Gespür, wenn es darum geht, dass man sich seine Zukunft mit Prahlerei verbaut. – Zumindest manche Frauen. – Als Mann sollte man daher wohl ernst nehmen, wenn eine Frau eine Situation oder Entscheidung leise hinterfrägt.

Was ich von dir so mitbekommen hab‘ bist Du kein Nazi, sondern nur Jemand, der in seinem Hormonrausch der Machtgier auch mal mit Dämonen ins Bett steigt.
Daher wäre es umso wichtiger, dass Du jemand Vertrauenswürdigen hättest, der deinen Hormonspiegel überwacht.

Weißt Du aber welcher Beruf / welche Berufung in der Welt die mächtigste und wichtigste aller Aufgaben ist?
Nein! Nicht österreichischer Bundeskanzler oder US Präsident.
Es ist die Aufgabe der „Elternschaft“.

Als Vater hast Du Verantwortung für einen Menschen übernommen.
Kinder können nix dafür, dass sie in dieser Welt sind. Sie können sich nicht aussuchen, wer ihre Eltern sind. Aber sie bekommen jene Rechnungen präsentiert, die wir tagtäglich aufmachen. Nicht nur von den politischen, sozialen, wirtschaftlichen oder umwelttechnischen Entscheidungen, sondern auch von unseren Aussagen und unserem Verhalten.
Sie bekommen die Rechnung tagtäglich, von anderen Erwachsenen, von anderen Kindern.
Diese Erlebnisse – die in (Nach)Kriegs und Notzeiten umso schlimmer sind – prägen den Menschen und verändern so – freiwillig oder unfreiwillig und unbeeinflussbar in der Richtung – die Welt…

Klar: Ich bin zu viel Würstl und zu wenig Player damit ich Dir Ratschläge geben könnte die Du ernst nehmen würdest.

Ich will dich auch nicht belehren.
Ich möchte Dir einzig eine andere Perspektive auf deine derzeitige Situation anbieten, damit Du im Nachhinein nicht zu Dir selbst sagen kannst: „Das hab‘ ich nicht wissen können“

Es ist Deine Entscheidung, welche Dein Leben mit Deinen Lieben nachhaltig verändert.

Mein Vorschlag:

Such‘ dir ein ruhiges, einsames Platzerl, atme durch und isoliere aus den letzten Tagen nur das, was deine Frau dir mitteilte.

Kleb‘ deinem Narziss für 10 Minuten ein Panzerband über den Mund und denke einmal über die Konsequenzen deiner Entscheidungen nach.

DANN wähle weise deine Zukunft.

Ich garantiere Dir: Du veränderst die Welt langfristig mehr, als wenn Du dich weiter zum OPFer-Kasperl machst.

Mehr wollt‘ ich Dir nicht ausrichten.

lg
Kurt

PS: Da gab’s schon einmal Einen in Eurer Partei, der sich dieser Gier hingegeben hatte, aber – im Gegensatz zu Dir relativ früh – unsanft aufgeweckt wurde, weil er einen lieben Menschen verlor. – AFAIK probiert‘ er’s grad mit Tanzen.
Seine fachlichen Äusserungen nach seinem „Ausstieg“ finde ich aber respektabel…

Endlich, Herr Kanzler, treten sie gegen Extremismus auf!

Geschätzter jüngster Kanzler der österreichischen Republik.

Mit dem Maiaufmarsch der SPÖ witterten sie Verbindungen der Sozialisten zur verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK.

Und auch wenn die Polizei ihre Bedenken betreffend verbotener Symbolik nicht nachvollziehen konnte
und sie sich in Gefahr begeben, die „neue Objektivität“ des radikalen Islamisten Recep Tayyip „Isnogud“ Erdogan zu unterstützen,
finde ich es gut, dass sie nach jahrelangem Wegschauen endlich klare Worte gegen Verbindungen zu Extremismus finden.

Ihr Engagement wäre aber dringendst an viel wichtiger Stelle notwendig, wo extremistische Symbolik in viel schlimmerer Art und Weise genützt wird.

Nicht nur, dass ihr Vizekanzler rechtsextremes und rassistisches Wording aus einer Organisation und Person verwendet, die sie vorgeben abzulehnen („Bevölkerungsaustausch“ wurde 1:1 von Sellner übernommen und hat international die Wogen hochgehen lassen),

Ihr Koalitionspartner verwendet ebenfalls seit Jahren Symbolik, welche diesen direkt mit Parteien in Verbindung bringt, die, gleich der  PKK, unter Terrorverdacht stehen!

soziale Heimatpartei

…ist die 1:1 Kopie des Slogans der verbotenen NPD!

Schlimmer noch: Auch das Wording dieser Extremisten wurde kopiert oder in Kooperation verfasst.
Hier ein Beispiel:
npd.jpeg

Weiters stellt „soziale¹ Heimatpartei²“ eine mehr oder minder offensichtliche Paraphrase von „National²sozialisten¹“ dar,
was (zumindest bei der NPD) völlig beabsichtigt erscheint.

Ich gehe davon aus, dass ihnen dies nicht bewusst war,

aber ich bitte sie,
nachdem Sie das jetzt gut erkennen können,
um die gleichen klaren Worte, die sie für das Symbolspiel am Maiaufmarsch der SPÖ gefunden haben, ihrem Koalitionspartner entgegen zu bringen:

Fordern Sie die FPÖ glaubwürdig auf, alle Konnektivitäten zu Extremisten und terrornahen Organisationen zu trennen, sowie auf deren Wording und Symbolik zu verzichten!

Und ziehen sie die Konzequenzen.

Ich befürchte aber, dass ich mit meinem Apell auf taube Ohren und Ignoranz stoßen werde, denn wie meinte mal ein Schriftsteller, der in seiner Zeit und seinem Land aufgrund seiner „extremistischen Ansichten“ boykottiert wurde:

Es ist schwer, einen Mann dazu bewegen, etwas zu verstehen, wenn die Höhe seines Einkommens davon abhängt, dass er es nicht versteht.
(Upton Sinclair)

Wie man aus fahrlässigem Handeln noch Geld machen kann…

Es war ein sonniger Tag. Am Pistenrand steht eine Tafel: „Achtung Lawinengefahr“.

Viele Schifahrer ignorieren diese und fahren in den sonnigen Tiefschneehang ein, bis ein Schneebrett eine Schifahrerin verschüttet.

Das Gericht entscheidet:

Der Liftbetreiber hat für die Angehörigen eine Entschädigung und eine Rente in der höhe von 500.000 EUR zu zahlen, denn das Schild reicht nicht aus, er hätte die Piste einzäunen müssen.
 

Idiotisch? Ja!

Aber genau dieses Gerichtsurteil wurde gerade über den Betreiber der Alm getroffen, wo sich 2014 eine Hundebesitzerin, trotz Warnschild in Gefahr begab und ihren Hund mit einem Karabiner befestigte, sodass sie ihn nicht loslassen konnte, als die Kühe den vermeindlichen Wolf angriffen…

Ich hoffe, dass die Berufung die Eigenverantwortung von Menschen mit berücksichtigt, sonst laufen wir Gefahr, dass Jede(r) jegliche Verhaltensregeln einfach ignorieren kann und der Serviceanbieter für die Dummheit der Nutzer zur Kassa gebeten wird.

Das wäre der Moment, wo ich wohl als IT Techniker meinen Beruf quittieren würde und beruflicher Anwender würde.
Ich denke mir, dass ich dann den AV Hersteller gut verklagen könnte, wenn all meine Daten verschlüsselt sind, weil ich die Warnung der Virenschutz-Software ignorierte und den Trojaner trotzdem installierte…

Ein Durchblicker, der den Blick verschleiert…

Horror: Stromrechnung bekommen, mit fetter Nachzahlung…

Und damit dieser Horror ein Ende findet, sollte man den Stromanbieter wechseln.
So zumindest erklärt es uns die Werbung von „durchblicker.at“.
Und dann hat der Horror ein Ende…

Die Sache hat nur einen Haken:

Der Stromanbieter berechnet die Vorauszahlung nach dem vergangenen Verbrauch.
Daher entsteht die fette Nachzahlung durch satten Mehrverbrauch im letzten Jahr.
Der Horror wird daher durch den Anbieterwechsel nicht enden, wenn man nicht beginnt, Strom zu sparen…

Natürlich kann man um’s selbe Geld noch mehr verbrauchen, indem man zu einem schmutzigen Billiganbieter wechselt, aber ob das zielführend ist?